Priester aus der Pfarrei Malgersdorf stammend:

Hilz Josef ...................* 13.03.1753 + 15.05.1803
Gahr Josef ...................* 06.01.1756 + 25.09.1832
Frischhut Michael ............* 27.09.1762 + 07.12.1844
Lindhuber Georg ..............* 01.02.1799 + 12.07.1844
Sänderl Simon ................* 30.09.1800 + 22.02.1879
Hecker Josef .................* 16.02.1801 + 02.07.1869
Lichtinger Bartholomä ........* 27.06.1802 + 05.10.1877

Frischhut Joseph .............* 19.07.1847 + 27.06.1911
Heller Augustin ..............* 26.03.1853 + 27.09.1935
Wirnhier Joseph ..............* 06.03.1858 + 20.10.1940
Bauer Johann .................* 24.11.1866 + 28.09.1937
Rembeck Joseph ...............* 10.01.1869 + 23.11.1927
Herrenreiter Patricius .......* 19.03.1870 + 22.09.1935
Göttinger Joseph .............* 01.01.1877 + 19.05.1929
Maier Anton ..................* 04.03.1878 + 05.02.1957
Kastenmeier Josef ............* 06.10.1879 + 28.06.1948
Nußbaumer Anton ..............* 27.05.1882 + 18.03.1952
Maierhofer Joseph ............* 14.03.1886 + 30.06.1948
Aigner Anton .................* 27.10.1906 + 18.03.1988
Hecker Franz Xaver ...........* 19.03.1933
Seidl Konrad .................* 22.09.1934
Guggenberger Martin ..........* 11.09.1979 ...Diakonweihe: 26.11.2005
............................................Priesterweihe: 24.06.2006

Pater Simon Sänderl

Pater Simon Sänderl wurde am 30. September 1800 als Sohn des „Schusters an der Bruck“ zu Malgersdorf geboren und erhielt am 2. Juni 1825 in Passau die hl. Priesterweihe. Nach einigen Jahren seelsorgerischen Wirkens in der Heimatdiözese trat er in die Redemptoristen-Kongregation ein und legte am 18. Juli 1829 die Gelübde ab. Schon nach drei Jahren wurde er als Superior nach Nordamerika gesandt, wo er nach stürmischer Überfahrt am 20. Juni 1832 in New York glücklich landete.

Indianerapostel in Nordamerika

Bischof Rese von Detroit sandte den eifrigen Missionar zu den wilden, noch heidnischen Indianerstämmen der Menomonies, Ottawas und Chippewas, deren Sprache er sich schnell mit einer solchen Gewandtheit aneignete, dass er einen eigenen Katechismus für sie herausgeben und ein Lexikon für Missionare abfassen konnte.

Um die wilden Indianer für sich zu gewinnen, nahm P. Sänderl vieles von ihren Bräuchen und ihrer Lebensart an, so dass diese ihm ihr volles Vertrauen schenkten und aufmerksam seinen Erzählungen lauschten.

Um für das geistliche Wohl seiner Indianer besser sorgen zu können, gründete P. Sänderl drei Dörfer, wo nur kath. Indianer wohnen durften. Dort schien sich das Leben der ersten Christen zu erneuern. Jeden Sonntag wurden 20 bis 30 Katechumenen zur hl. Taufe zugelassen.

Später wirkte P. Sänderl in Baltimore, Pittsburg, Rochester und anderen Orten segensreich und hinterließ überall den Ruf eines ausgezeichneten Priesters.

Heiligmäßiges Leben als Mönch

Er machte dann eine Reise in das hl. Land, wozu er sich wegen Errettung aus einer Lebensgefahr durch ein Gelübde verpflichtet hatte. Im Jahre 1850 trat er in Nordamerika in den Trappistenorden über und wurden einige Jahre darauf Novizenmeister. Nach dem Berichte des Abtes lebte er die 29 Jahre seines Lebens nur mehr für Gott in Ausübung der schärfsten Bußwerke. Pater Sänderl starb eines heiligmäßigen Todes am 22. Februar 1879 in der Abtei Kentucky.

Heute erinnert nur noch ein schlichtes Kreuz auf dem Friedhof der Abtei von Gethsemani in Kentucky an den Pater aus Malgersdorf, der sich den Beinamen Indianerapostel verdiente.

Der Redemptoristenpater Alfons Meier würdigte 1918 das Leben unseres Indianerapostels in einer eigenen Schrift.

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Saenderl-Grab

Pater Augustin Heller

[Exprovinzial A. R. P. Augustin Maria Adalbert Albert Heller]

Albertus Heller wurde am 26. März 1853 um 5 Uhr früh als Sohn des „Hufschmieds“ Franz Xaver Heller und dessen Frau Anna, geb. Aigner aus Postmünster, in Malgersdorf geboren und noch am gleichen Tag in der Pfarrkirche getauft.

Am 29. Juni 1879 empfing er im Dom zu Passau die heilige Priesterweihe. Er trat am 9. Juli 1881 in den Kapuzinerorden ein und erhielt den Ordensnamen Pater Augustin. Der 9. Juli 1882 war der Tag seiner einfachen, der 9. Juli 1885 der Tag seiner feierlichen Profeß. Er entfaltete eine ausgedehnte und segensreiche Wirksamkeit als Volksmissionär. Das Amt eines Guardians bekleidete er in Vilsbiburg (1896 - 1899), in Burghausen (1899 - 1902 und 1910 - 1911), in Altötting St. Magdalena (1904-1906), in Eichstätt (1906-1909), in München, St. Anton (1917-20). 1908 - 1911 war er zweiter, 1920 - 1923 dritter Definitor. 1911 - 1914 war er Provinzial, 1917 - 1920 zweiter Generalkustos. 

In sein Provinzialat fiel die Fertigstellung der neuen Sankt Anna Kirche in Altötting. Als Provinzial der Kapuziner hat er die Statue auf der Basilika „in feierlicher Weise benediciert“. 1912/13 nahm er die Visitation der chilenischen Mission der Kapuziner vor. Seit 1926 weilte er in Altötting St. Anna.  In gesunden Jahren war er ein Mann von großer Tatkraft und ernster Regeltreue, jedoch trübte sich sein Geist in den letzten Lebensjahren.

Acht Tage nach dem Tod seines Pflegers, am 27. September 1935, starb er - wohlversehen - an einer Lungenentzündung.

Pfarrer Josef Uttendorfer

Nach dem plötzlichen Tod des Malgersdorfer Pfarrers Ignatz Schmid im Juli 1871, verlieh die Diözese Passau im Oktober desselben Jahres dem in Passau-Innstadt am 21. Dezember 1823 geborenen Geistlichen Josef Uttendorfer die Pfarrei Malgersdorf.

Volle 33 Jahre war Josef Uttendorfer mit voller Hingabe Pfarrer in Malgersdorf. Nachdem er im Jahre 1904 resignierte, starb Pfarrer Uttendorfer im Jahre 1909 in Malgersdorf.

Es bleibt positiv erwähnenswert, dass Pfarrer Uttendorfer in seiner 33-jährigen Amtszeit nicht weniger als 8 junge Männer aus der Pfarrei Malgersdorf zum Priesterberuf gewinnen konnte.

Neben seinen priesterlichen Befähigungen war Pfarrer Uttendorfer auch ein ebensolcher juristischer Berater der Pfarrbevölkerung. Viele Bauern seiner Pfarrei konnte der Pfarrer von der Caprivischen Grundschuldlast, die damals der Staat von den Bauern abverlangte, befreien.

Bei der Umgemeindung von 8 Ortsteilen aus dem Gemeinde Fünfleiten in die Gemeinde Malgersdorf im Jahre 1903 war Pfarrer Josef Uttendorfer maßgeblich beteiligt, der gesamte Schriftverkehr in dieser Angelegenheit wurde von ihm ausgeführt.

Noch im Jahre 1903 hat die Gemeinde Malgersdorf Pfarrer Josef Uttendorfer wegen seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt. Ihm wurde eine Straße in Malgersdorf gewidmet.

Josef Uttendorfer war somit der erste Ehrenbürger in der Geschichte der Gemeinde Malgersdorf.


Pfarrer Alois Stelzer

Am 29. März 1880 wurde Alois Stelzer in Jägerwirt bei Passau als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Der junge Alois begann im Betrieb seines Vaters als Schneiderlehrling.

Doch plötzlich reifte in ihm der Entschluss Priester zu werden. Alois Stelzer durchlief in Passau all die notwendigen Studienjahre bis er im Jahre 1910 von Bischof Sigismund Felix Freiherr von OW zum Priester geweiht wurde. In seiner längeren Kooperatorenzeit wie es damals eben üblich war, kam er als Kooperator nach Arnstorf.

Als im Oktober des Jahres 1929 der damalige Pfarrer in Malgersdorf, Johann Hirschenauer, in den Ruhestand trat, wurde die Pfarrei Malgersdorf dem Arnstorfer Kaplan Alois Stelzer verliehen. Für Malgersdorf war diese Entscheidung ein Glücksfall. Der neue Pfarrer von Malgersdorf war ein großartiger Seelenhirte, ausgestattet mit der Gabe der Rhetorik und ebenso der Psychologie.


Während des Krieges 1939/45, als in der Pfarrei mehr als fünfzig junge Männer gefallen sind, war Pfarrer Stelzer ruhelos unterwegs, den Angehörigen seelisch beizustehen. Für diese Aufgabe hatte er seine besondere Befähigung. Pfarrer Stelzer übte auch das Amt des Schuldekans im Dekanat Arnstorf aus.

Am 26.01.1955 ist Pfarrer Alois Stelzer im Krankenhaus Arnstorf verstorben, er wurde am 30.01.1955 in seinem Geburtsort Jägerwirt unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beerdigt.

Die Gemeinde ehrte den beliebten Seelsorger durch die Benennung einer Straße nach seinem Namen.


Pfarrer Walter Striedl

Walter Striedl wurde am 27. April 1926 in der Eisenbahnerstadt Plattling geboren. Im Jahre 1944 verpflichtete der damalige Stadtpfarrer von Vilshofen, Dr. Böckl, ihn als Chorleiter und Organisten der Stadtpfarrei Vilshofen. Nach dem Krieg machte Wastrie – wie er sich selbst immer nannte - das Abitur und trat eine Stelle als Reporter beim „Vilshofener Anzeiger“ an. Nach einer Romreise mit dem Stadtpfarrer Dr. Böckl wuchs bei ihm der Wunsch Theologie zu studieren und Priester zu werden.

1958 trat er dann in das Priesterseminar St. Stefan in Passau ein und wurde 1962 zum Priester geweiht. Er kam als Kaplan nach Hofkirchen/Donau, und 1963 als Kaplan nach Triftern. Im September 1974 kam er schließlich als Pfarrer nach Malgersdorf, wo er bis zu seinem Tod am 13.06.1999 segensreich und musikalisch erfolgreich wirkte.

In der Pfarrei Malgersdorf gründete der „neue“ Pfarrer Walter Striedl den Kirchen- und Kinderchor Malgersdorf. Durch die vielen Gastspielreisen ist der aus ca. 60 Mitgliedern bestehende Chor weit über die Grenzen von Malgersdorf bekannt.


Er komponierte viele Messen, zahlreiche Lieder für den Gottesdienst und setzte bekannte Kirchenlieder in neue Fassungen. Da WaStrie das Wirken von Prof. Dr. Zöpfl sehr schätzte, nahm er die Texte der „Deutschen Messe“ von Zöpfl und legte sie in ein neues musikalisches Kleid.

Zum Gedenken an den Bundesverdienstkreuzträger und Ehrenbürger der Gemeinde Malgersdorf sowie außergewöhnlichen Chorleiter BGR Pfarrer Striedl werden seit seinem Tod (13.06.1999) jedes Jahr Gedächtniskonzerte abgehalten.